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Jesus Christus spricht: Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei
dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.
(Monatslosung für Oktober 2002 aus Offenbarung 3,20)
In der Offenbarung des Jesus Christus werden dem Apostel Johannes Geheimnisse anvertraut, die dieser für die Nachwelt
niederschrieb und uns so übermittelte. Dieses Buch der Bibel gehört wohl zu denjenigen, die in den vielen Jahrhunderten
die Christenheit am meisten aufwühlten, da hier der zum Vater aufgefahrene Jesus Christus noch einmal zu uns spricht. In
den ersten drei Kapiteln richtet sich Jesus an sieben Gemeinden. Die oben zitierte Monatslosung ist dem Brief, den Johannes
der Gemeinde in Laodicea – einer Stadt in der heutigen Türkei - schreiben sollte, entnommen.
Wie wir im Kapitel 3, Versen 14-17 lesen, waren die dortigen Christen seinerzeit in ihrem Glauben sehr selbstgefällig.
Sie waren sich ihrem geistlichen Reichtum, der aus ihrem Glauben an Jesus als dem Auferstandenen herrührte, bewußt und
meinten, dies würde offenbar genügen. Jesus hält ihnen aber vor, dass sie „Narren“ seien. Sie würden nicht merken, dass
sie nur einem Trugbild einer geistlichen Fata Morgana aufgesessen sind. Die Selbstgerechtigkeit hat sie „arm, blind und
nackt“ gemacht.
Interessanterweise werden hier Christen angesprochen oder vielmehr solche Menschen, die meinten Christen zu sein.
Der Brief richtet sich nicht an Nichtchristen, sondern an Menschen, die einer christlichen Gemeinde angehörten. Der
Adressat ist aber auch der Mensch, der noch nicht an Jesus glaubt. Bei jedem Menschen steht Jesus vor dessen persönlicher
Tür. Vor der Tür, die geöffnet werden muß, damit auch ein anderer Mensch in unsere Herzen eintreten kann. Gerade in unserer
heutigen Zeit werden wir immer wieder dazu aufgefordert, uns gegenüber bestimmten Änderungen in der Gesellschaft aber
auch in unserem privaten Leben zu öffnen. Flexibilität ist angesagt. Und wie sieht unsere Flexibilität gegenüber Jesus
aus?
Jesus forderte von seiner Gemeinde, dass die Menschen einen neuen Weg finden und gehen sollen. Wir sollen alte Wege
verlassen, den richtigen Weg einschlagen. Im Weg zu Gott gilt nicht der Slogan: Viele Wege führen nach Rom. Nur ein
Weg ist der richtige. So wie im Wattenmeer, wo Stangen den richtigen Weg zur rettenden Insel weisen, so ist Jesus die
Stange, die uns den richtigen und rettenden Weg zu Gott weist. Eine Stange, die die Richtung weist und uns auch als
Stütze in den schweren Zeiten unseres Lebens ist.
Gott legt mein persönliches Ziel, das ich zu erreichen habe, nicht in einen Bereich , der für mich nicht erreichbar ist.
Er will nur eins:
Bleib in Bewegung, öffne die Tür deines Herzens, gib mir die Möglichkeit, in dir Raum zu greifen und folge mir
nach!
Was will Gott von mir? Gott will mich. Er will eine persönliche Beziehung zu mir haben. Öffne ich die Tür, die nur ich
öffnen kann, so gebe ich ihm die Möglichkeit in mein Leben einzutreten. Und er verspricht mir, dass er mit mir und ich
mit ihm, also wir gemeinsam, partnerschaftlich Mahl halten; womit gemeint ist, dass Gott mit mir gehen will. Der Schöpfer
der Welt steht vor meiner Tür und sucht Gemeinschaft mit mir! Gott erniedrigt sich soweit, dass er Einlaß bittend vor
meiner Tür steht. Ich kann entscheiden, welchen Weg ich gehe. Lasse ich ihn herein oder möchte ich mit ihm nichts zu tun
haben?
Gerade auch wir Christen sind aufgefordert, immer wieder unseren Weg zu überprüfen und nicht in die Selbstgefälligkeit
der Mitglieder der Gemeinde in Laodicea zu verfallen.
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
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