|
Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist
samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
(Monatslosung aus November 2005 aus 1. Thessalonicher 5,23)
Die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig es in unserer zerrissenen und aufgewühlten Welt ist, uns auf das Wesen
Gottes zurückzubesinnen. Die Monatslosung gibt uns Gelegenheit dazu.
Sie kann als Gebet, Friedensgruß oder als Segen (auch im alten Testament finden wir im 4. Buch Mose 6,25-26 eine
adäquate Stelle: Der Herr wende sich dir in Liebe zu und zeige dir sein Erbarmen! Der Herr sei dir nah und gebe
dir Frieden.) betrachtet werden, aber darauf wollen wir an dieser Stelle nicht näher eingehen.
Das Wesen Gottes - so vielfältig und facettenreich, wie wir Menschen – wird immer wieder zum „Medienklamauk“ wenn
uns Naturkatastrophen ereilen und dies in aller übelsten Form! Einzelne „Prediger“ reden von der gerechten Strafe
Gottes, wenn Tsunamis wüten und Städte und Dörfer durch Hurrikans dem Erdboden gleich gemacht werden. Eigentlich sollten
wir in unserer von Wissenschaft durchzogenen Welt mehr über die Entstehung von Tornados, Wirbelstürmen, dem
Treibhauseffekt, der Entstehung von Vulkanausbrüchen, der Kontinentalverschiebung und vieles mehr wissen, um
uns nicht in die Irre führen zu lassen. Doch das ist auch so ein Phänomen: Je negativer eine Äußerung in die
Öffentlichkeit getragen wird, desto wohlwollender wird sie aufgeschnappt, dann aufgenommen, schließlich angenommen,
verinnerlicht und auch als eigene Meinung kundgetan. Da kann man sich manchmal fragen, warum Gott uns mit Geist,
Einsicht und Verstand ausgerüstet hat, wenn wir nicht gewillt sind, dass zu prüfen, was uns eingeredet werden soll.
In unserer Schaffenskraft und vermeintlichen Genialität „trotzen“ wir den Naturgewalten: Wir ringen dem Meer Land ab,
schaffen zu bebauende künstliche Inseln, lassen Städte in der Wüste entstehen, bauen gigantische Wohntürme in
Erdbebengebieten, begradigen Flüsse usw.. Diesen Fortschritt finden wir erstrebenswert. Die Naturgesetze werden
listig umgangen und für eine gewisse Zeit kann sich jeder davon überzeugen, dass das menschliche Gehirn wieder
einmal Grandioses erdacht hat. Wenn die Natur plötzlich zurückschlägt, war das nicht etwa unsere eigene
Vermessenheit, nicht unser Fehler, der hätte vermieden werden können, sondern, da sind sich viele einig:
Gott hat hier gestraft!
Ist das nicht verrückt? Wie war das erst kürzlich in New Orleans? Wurden nicht gerade die Armen und Kranken,
die keine Möglichkeit hatten, dem Wasser zu entkommen, in einem Altenheim vergessen – und zwar von ihren Mitmenschen
– und in den Tod gerissen? Man vergisst sie nur allzu leicht und das nicht nur in Notsituationen.
Viele sind auf der Suche nach einem sicheren Halt in ihrem Leben und können ihn einfach nicht finden. Vielleicht
weil sie sich losgesagt haben von christlichen Werten, weil sie den Ast abgesägt haben – die helfende Hand, die
uns durch Jesus Christus angeboten wurde, abgelehnt haben und Gott selbst zum Sündenbock ihrer Fehler gemacht haben.
Dass Gott ein Gott des Friedens ist – von Ihm kommt Frieden; Er liebt die Einheit -, daran denken nur wenige.
Deshalb sollten wir einige Bibelstellen nachschlagen, die uns dies verdeutlichen:
Gott will keine Unordnung, er will Harmonie und Frieden. (1. Korinther 14,33)
Ich wünsche euch nun von Herzen, dass Gott selbst euch hilft, das Gute zu tun und Seinen Willen zu erfüllen.
Er ist es ja, der uns seinen Frieden schenkt. (Hebräer 13,20)
Gott, der allen Frieden schenken kann, sei mit euch allen. (Römer 15,33)
Unser Herr, von dem aller Frieden kommt, schenke euch Seinen Frieden immer und überall. Er sei mit euch allen.
(2.Thessalonicher 3,16)
Und dieser göttliche Friede soll uns laut Monatslosung in allen Lebensbereichen durchdringen! Der Mensch in seiner
„geschaffenen Gesamtheit“ soll unversehrt bleiben. Eben alles, was ihn ausmacht: Sein Leib, seine Seele und sein Geist!
Gedanken vom
Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde |
|