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Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber
der Herrlichkeit, die uns offenbart werden soll.
(Monatslosung für März 2007 aus Römer 8,18)
Im vorhergehenden Abschnitt hat Paulus den Gläubigen noch einmal versichert, dass
sie die Erben der kommenden Herrlichkeit Christi sein werden, weil sie Kinder Gottes sind – in
die Gottesfamilie aufgenommen sind.
Wie verhält es sich mit dem Erbe und dessen Verteilung?
Wenn eine Familie mehrere Kinder hat, erben sie das Vermögen ihrer Eltern, jedes einzelne von
ihnen ist ein Erbe; gemeinsam sind sie die Miterben, eine Erbengemeinschaft – genauso ist es auch bei Gott.
Zu Lebzeiten kümmern sich die Eltern um das Wohlergehen ihrer Kinder, machen sie „fit und lebensstark“,
aber sie sind auch für ihre Verwundbarkeiten da, haben immer ein tröstendes Wort, manchmal eine Ermahnung
parat, aber die Liebe der Eltern wird sie stets umgeben.
Auch wir empfangen bereits jetzt Gottes reiche Liebe und alle seine geistlichen Segnungen: Lob und Dank sei
Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt, und durch Christus
haben wir Zugang zu Gottes himmlischer Welt erhalten. (Epheser 1,3)
Auch in Zukunft werden wir alle Reichtümer des Gottesreiches mit Jesus teilen. 1. Korinther 3 21-23: Euch
gehört doch alles... ja die ganze Welt, das Leben wie der Tod, die Gegenwart wie die Zukunft – alles gehört
euch! Ihr selbst aber gehört Christus, und Christus gehört Gott.
Zu unserem Leben gehört das Teilen – Teilhaben am Leben eines anderen heißt auch: Ihm im Falle des Leidens,
in Not und Trübsal, in Krankheit bis zum Tod beizustehen.
Auch Jesus mußte leiden. Er wurde mißhandelt und gekreuzigt!
Müssen wir als seine Erben auch heute noch mit ihm leiden?
Offensichtlich ist die Frage mit „Ja“ zu beantworten. Denn in Johannes 15,20 sagt Jesus selbst: Sie werden
euch verfolgen, wie sie mich verfolgt haben.
Und Paulus schreibt an die Kolosser (1,24): Und was ich auch immer dabei erleiden muß; nehme ich gerne auf
mich; ich freue mich sogar darüber. Das Maß der Leiden, die ich für Christus auf mich nehmen muß, ist noch
nicht voll. Und ich leide für seinen Leib, für seine Gemeinde.
Darüber hinaus finden wir noch die folgenden Aussagen in der Bibel:
2. Timotheus 3,12: Doch vergiß nicht: Jeder, der an Jesus Christus glaubt und so leben will, wie es Gott
gefällt, muß mit Verfolgung rechnen.
1.Petrus 4,12-16: Meine lieben Freunde! Wundert euch nicht über die heftigen Anfeindungen, die ihr jetzt
erfahrt. Sie sollen euren Glauben prüfen und festigen. Denkt nur nicht, dass solche Angriffe etwas
Außergewöhnliches sind; sie gehören zum Christsein. Freut euch vielmehr darüber, dass ihr um Christi
willen leidet; dann werdet ihr auch jubeln und euch mit ihm freuen, wenn er in all seiner Herrlichkeit
wiederkommt. Ihr dürft euch glücklich nennen, wenn man euch nur deshalb angreift und verhöhnt, weil
ihr Christen seid. Daran zeigt sich nämlich, dass der Geist Gottes, der Geist seiner Herrlichkeit, bei
euch ist. Freilich soll keiner von euch leiden, weil er als Mörder, Dieb oder wegen anderer Verbrechen
bestraft werden mußte oder weil er sich Rechte anmaßt, die ihm nicht zustehen. Wer dagegen leidet, weil
er ein Christ ist, der braucht sich nicht zu schämen. Er soll Gott dafür danken, dass er zu Christus gehört.
Petrus macht darauf aufmerksam, dass Bedrängnisse von außen keine Gesetzesübertretungen entschuldigen.
Christen sollen und dürfen nie Gleiches mit Gleichem vergelten. Sie dürfen auf Gewalt niemals mit Mord,
bei der Beschlagnahme ihres Hab und Guts niemals mit Diebstahl reagieren. Sie dürfen nichts tun, was
eine Bestrafung als Übeltäter rechtfertigen würde, ganz gleich, was auch geschieht. Es ist den Christen
nicht erlaubt, sich in fremde Angelegenheiten einzumischen, so bleibt es ihnen erspart durch Verurteilung
leiden zu müssen. Es ist keine Schande, als Christ zu leiden, wohl aber als Verbrecher.
Wenn wir zu Christus gehören, wenn das der Fall ist, werden wir auch an Seiner Herrlichkeit teilhaben.
2. Timotheus 2,12: Leiden wir hier mit ihm, werden wir auch mit ihm herrschen. Verleugnen wir ihn, wird
er auch uns verleugnen.
1.Petrus 5,10: Gott aber, von dem ihr nichts als Gnade und Liebe erfahrt, hat euch durch Jesus Christus
zugesagt, dass er euch nach dieser kurzen Leidenszeit in seine ewige Herrlichkeit aufnimmt. Er wird euch
ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben, so dass ihr fest und sicher steht.
So dient der Vers aus Römer 8,18 noch einmal der Erinnerung, dass die künftige Teilhabe an der Herrlichkeit
Christi es erfordert, dass wir Seine Leiden in unserem irdischen Leben teilen – ohne wenn und aber zu Ihm
stehen, wie wir es für unsere Kinder tun würden. Die zukünftige Herrlichkeit wird so unermeßlich groß sein,
dass unsere gegenwärtigen Leiden unbedeutend und klein sind.
Es gibt noch weitere positive Aspekte:
All unser Leid ist zeitlich begrenzt!
2. Korinther 4,17: Was wir jetzt leiden müssen dauert nicht lange und ist leicht zu ertragen, wenn wir bedenken,
welch unendliche, unvorstellbare Herrlichkeit uns erwartet.
Somit dürfen wir frohen Mutes nach vorne blicken!
2.Korinther 4,18:Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zur Zeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern
wir richten unseren Blick auf Gottes neue Welt, auch wenn sie noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht,
doch das Unsichtbare bleibt ewig.
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
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