Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist,
zur Ehre Gottes, des Vaters.

(Monatslosung für Mai 2007 aus Philipper 2,11)

Jesus erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod... Darum hat ihn Gott auch herrlich zu sich erhoben und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. (Verse 8 und 9)
Die Bezeichnung Christus (der Gesalbte) ist nicht nur ein Titel des Heilands; er steht gleichsam für Seine Würde und Ehre – für Seine Stellung im Himmel.

Wegen der Erhöhung Christi werden sich einmal alle beugen: alle Mächte im Himmel, alle Menschen auf der Erde und alle im Totenreich.
Daran zeigt sich, welche Autorität Jesus hat. Niemand kann sich Ihm entziehen, kein Wesen im ganzen Universum Gottes. Weder Engel noch Heilige im Himmel, ob die Menschen auf Erden, ob Satan, Dämonen oder die Ungeretteten in der Hölle. Alle – absolut alle – werden sich freiwillig oder gezwungener Maßen vor Ihm beugen.

Und jeder ohne Ausnahme soll zur Ehre Gottes, des Vaters bekennen: Jesus Christus ist der Herr!
Diese Aussage ist das früheste christliche Glaubensbekenntnis und will nichts anderes aussagen, als dass Jesus Christus der Gott Jahwe ist. Ausnahmslos jeder wird eingestehen müssen, das Jesus tatsächlich der ist, der Er zu sein beansprucht – nämlich: Wahrer Gott vom wahren Gott.

Es wird schade sein, dass diese Erkenntnis für viele zu spät kommen wird; nicht alle werden ihre Seelen retten können. Der erhöhte Platz, den der Retter jetzt innehat und die künftige Verneigung aller Geschöpfe und die Anerkennung Seiner Herrschaft dient allein der Ehre Gottes, des Vaters.

Alle Zungen sollen bekennen....
Das tun wir gerne, wenn wir am Sonntag unsere Gottesdienste oder Messen besuchen. Es ist uns wichtig, alte und neue Kirchenlieder zur Ehre Gottes zu singen, über die für uns gehaltene Predigt nachzudenken und aufzutanken für die nächste Woche.
Den Nachbarn bleibt es wohl nicht verborgen, wenn wir jeden Sonntag zur gleichen Zeit unser Heim verlassen. Besonders in den Sommermonaten, sind ja schon so viele am Sonntagmorgen hellwach und aktiv (z.B. beim Auto putzen), bereit genau zu beobachten, was in ihrer Umgebung so vor sich geht... So ist es nicht ungewöhnlich wenn man in seiner Nachbarschaft angesprochen und gefragt wird: „Gehen sie etwa jeden Sonntag zur Kirche?“

Es fällt auf und es ergeben sich auch bei manchen Mitmenschen Fragen und dies nicht nur bzgl. des sonntäglichen Kirchgangs sondern auch hinsichtlich des alltäglichen Verhaltens von Christen. Hier ist jeder einzelne Christ gefragt und gefordert.

Die Erfahrung zeigt, dass in unserer Gesellschaft bestimmte Lebensbereiche existieren, über die man(n)/frau nicht gerne spricht. Immer wieder kann man feststellen, dass hierzu neben der persönlichen finanziellen Situation auch die geistliche Ausrichtung des Einzelnen zählt. Viele denken: Es geht schlicht und ergreifend keinen etwas an, ob ich glaube oder nicht, an wen oder was ich glaube und welcher Konfesssion ich vielleicht angehöre. Insbesondere durch die immer weiter Raum greifende Säkularisierung unserer Gesellschaft wird es oftmals als unangenehm wenn nicht sogar als gefährlich angesehen, wenn man aus seinem Herzen keine Mördergrube macht und freimütig über seinen Glauben spricht.

Aber genau hier mahnt uns Paulus in seinem Brief an die Philipper und fordert uns auf, Stellung zu beziehen. Er schreibt nicht: Alle Zungen „sollten“, „könnten“ oder „müßten“ bekennen. Nein, er befiehlt durch das Wort „sollen“ das Bekenntnis zu Jesus. Man kann hier klar einen Auftrag erkennen, der an den/die Christen/in ergeht.

So wie Jesus Christus als der Sohn Gottes sich zu den Menschen bekannt hat, so sollen auch wir uns zu Ihm bekennen und hierdurch Ihm und Gott, Seinem und unserem Vater, die Ehre erweisen.




Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde


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