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Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
(Monatslosung für Mai 2006 aus Galater 3,26)
„Ich danke dir Gott, dass ich kein Heide, kein Sklave und keine Frau bin!“
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Als Paulus unterwegs war, gab es dieses jüdische Morgengebet aber jegliche Diskriminierung
lehnte er ausdrücklich mit seinen Worten ab: „Denn durch den Glauben an Jesus Christus seid
ihr nun alle zu Kindern Gottes geworden. Ihr gehört zu Christus, weil ihr auf seinen Namen
getauft seid. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie,
Männer oder Frauen seid: In Christus seid ihr alle eins.“ (Galater 3,26-28)
In Christus sind wir alle vereint, es gibt keine grundlegenden, trennenden Unterschiede, durch
Ihn sind wir Kinder Gottes.
Müssten wir dann nicht, um eine Einheit zu werden, einander ähnlicher werden, beispielsweise in
unserem Lebensstil – und wenn wir schon an einem Strang ziehen auch ähnlicher Meinung sein?
Eine solche Gleichartigkeit ist sicher nicht das, was Gott wirklich will.
Er ist der Weinstock, wir sind die Reben. – Oder anders ausgedrückt: Jeder einzelne Baum, jedes
Gewächs, jeder Grashalm gehört zu seiner botanischen Familie; trotzdem ergibt sich daraus unsere
Flora. Ein zweites Beispiel: Auf Grund der Blattstruktur lässt sich leicht ein Kastanienblatt
von anderen Blättern unterscheiden und kann eindeutig dem spezifischen Baum zugeordnet werden;
dennoch gibt es kein identisches Zweites! Die leicht variierende Größe, die winzigen detaillierten
Farbnuancen, die kleine veränderte Deckungsungleichheit, der fein strukturierte Rand, und auch die
Blattadern verlaufen immer ein wenig anders. - So werden auch wir in unserer Unterschiedlichkeit von
Gott geliebt und gehalten. Jede einzelne Person ist Ihm in ihrer Natürlichkeit wertvoll und wichtig,
unabhängig vom Besitz oder Stand in dieser Welt.
Für jeden einzelnen ist Christus am Kreuz gestorben!
Frauen sind Frauen und Männer sind Männer. Auf jedem Kontinent leben Menschen unterschiedlichster
Hautfarben mit unterschiedlicher Moral. Dennoch eint uns die Taufe (wir haben alle Christus angezogen,
wie ein neues Kleid siehe auch Monatslosung vom Dezember 2004), die grenzüberschreitend ist, die Ländergrenzen
sprengt und auch weitgehend von den einzelnen Denominationen anerkannt wird - dies ist ein positiver,
erster Schritt, denn durch Jesus gehören wir alle zur gleichen Familie.
Wir haben gleiche Pflichten gegenüber unseren Brüdern und Schwestern; auch wenn daraus nicht immer die
große mitmenschliche Liebe erwächst, so sind wir doch miteinander verbunden und eins!
Dennoch trennen uns Dogmen und Traditionen voneinander; allein, weil wir in unterschiedlichen Konfessionen
aufgewachsen sind.
Aber wenn wir als einzelne Christen nicht bereit sind über unseren kleinen Horizont (dem so genannten Tellerrand)
hinauszuschauen und das Positive in anderen Kirchen und Gemeinden anerkennen, - nur gegeneinander agieren,
- dann werden wir auch heute ein ähnliches Morgengebet sprechen und uns unsere eigene Dunkelheit schaffen.
Lieber Gott, wir danken dir,
dass wir so sein dürfen, wie wir sind!
Dass wir trotz aller Unterschiede zu Dir gehören dürfen.
Uns einander viel zu geben haben, wenn wir diese Möglichkeit zulassen.
Lass uns in den eigenen Gemeinden doch nicht nur für uns untereinander, sondern auch für ein gesegnetes
Miteinander in der Ökumene beten.
Wir sind ein Leib, deine geliebten Kinder.
Gib uns den Mut danach zu leben und Barrieren abzubauen.
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana,
Lydia-Gemeinde |
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