Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

(Monatslosung für Mai 2004 aus 1. Thimotheus 2,4)

Es gibt viele Gebete, die wir an Gott richten können. Für Paulus ist es an dieser Stelle wichtig, dass die ganze Gemeinde im Gebet für alle Menschen bittet, damit allen Menschen geholfen wird; denn es ist Gottes Wille, dass niemand verlorengeht. Es ist auch sein Wille, dass alle Menschen eine persönliche Beziehung zu Jesus, der die Wahrheit ist, aufbauen und somit selbst zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. In Johannes 14,6 sagt Jesus selbst über sich: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.“

Was müssen wir Menschen nun tun, um gerettet zu werden?

In Markus 16,16 finden wir eine Antwort, auf die sich viele Christen stützen: „Wer glaubt und sich taufen läßt, der wird gerettet werden.“

Seit unserer Kinder- oder Erwachsenentaufe gehören wir zur Vielzahl der Menschen, die sich Christen nennen dürfen. Jedoch reicht vielen diese Zugehörigkeit, diese „Mitgliedschaft“ einfach aus, um ein Leben in Gemeinde und Kirche abzulehnen. Schließlich ist es doch viel schöner am Sonntag einmal auszuschlafen, seinen Hobbys zu frönen, alle fünfe gerade sein zu lassen – man gönnt sich ja sonst nichts! Außerdem ist Gemeinde immer mit Arbeit verbunden, Arbeit, die man nicht zusätzlich leisten möchte. Solange ihr Leben in geregelten Bahnen verläuft, verdrängen Menschen oft ihr „Christ sein“; vergessen Gottes Worte, plädieren beispielsweise für die Aufhebung des Religionsunterrichtes an öffentlichen Schulen, geben ihren Kindern den Glauben nicht weiter. Trotzdem werden Feiertage immer gern angenommen, auch wenn deren Sinn vielfach verlorengegangen ist. So wird dann Weihnachten zum höchsten Fest – schon wegen der Geschenke und einem üppigen Braten. Natürlich ist eine gewisse Zielsetzung noch vorhanden: „In diesem Jahr gehe ich auch wieder zum Gottesdienst, das bin ich mir als Christ schon schuldig.“ Mit Ostern wird es dann schon schwierig, denn der Hase mit seinen Eiern paßt nicht so richtig ins Bild, ganz zu schweigen von Pfingsten ... gehört der Pfingstochse denn auch dazu?

Doch, „der Herr hat Geduld, er will nicht, dass auch nur einer verlorengeht“ (2.Petrus 3,9).

Er will allen seine Barmherzigkeit schenken. Wenn wir erkennen, dass Gott nicht einer unter vielen ist, sondern der Einzige, dann folgt daraus, dass alle Völker bis ans Ende der Erde von ihm gerettet werden sollen. In diesem weltweiten Netz der Verbundenheit sind wir seine Miterben, das ewige Leben liegt für uns bereit, doch nur als Lebende und Glaubende können wir dieses Erbe auch annehmen.

Welche Aufgabe fällt uns dann u.a. zu? Ein eigentlich kleiner Missionsauftrag in unserem Umfeld. Wir sollen weiterzugeben, wie es schon im Römerbrief 10, 9-13 geschrieben steht: Denn wenn du mit deinem Munde bekennst: „Jesus Christus ist der Herr!“, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden. Wer also von Herzen an Christus glaubt und seinen Glauben auch bekennt, der erlebt, was es heißt, von Christus erlöst zu sein. Gott sagte schon durch den Propheten Jesaja: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen.“ Da gibt es auch keinen Unterschied zwischen Juden und anderen Völkern : Gott ist ein und derselbe Herr, der aus seinem Reichtum alle beschenkt, die ihn darum bitten. „Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“

Das Evangelium ist für alle da und allen zugänglich. Glauben beruht auch auf Hören und Hören setzt die Predigt voraus, aber damit ist nicht nur die Verkündigung von der Kanzel gemeint. Jeder einzelne ist aufgefordert die frohe Botschaft weiterzugeben, als kleines Werkzeug Gottes – damit alle gerettet werden. .



Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde


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