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Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark!
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.
(Monatslosung für Juni 2004 aus 1. Korinther
16,13-14)
Mutlos, schwach, schlaff, resigniert, schläfrig und
unmotiviert, so könnte diese Auflistung – wollte man negativ denken – fast
endlos weitergeführt werden. Gerade in der heutigen Zeit besteht die große
Gefahr, dass sich der Mensch gehen oder einfach treiben läßt, verbunden
mit einer gehörigen Portion Gejammer um die eigene Person und Situation,
in der dieser lebt. Wie schnell ist man versucht, sich selbst als den
Nabel der Welt zu betrachten, keine Gedanken an andere zu verschwenden.
Die Gedanken drehen sich nur noch um die eigene Person und das eigene
Jammertal wird immer größer und größer.
Nerven- und
Charakterfestigkeit verbunden mit den Eigenschaften des Mutes und der
Stärke, eine liebevolle Hingebung.... Wer besitzt
sie?
Beispielsweise ein brauchbarer Hütehund! Er ist seinem Herren
treu ergeben, bewacht bei Tag und Nacht die Herde, ist wachsam darauf
bedacht, kein einziges Tier zu verlieren, verteidigt mit Mut und Stärke, -
seinem ganzen Einsatz – die ihm anvertrauten Lebewesen. Ein Vierbeiner
schafft das! Und wir Menschen?
Offensichtlich waren die Menschen
zur Zeit des Apostels Paulus in einer ähnlichen Situation wie wir heute.
Nicht ohne Grund schreibt der Apostel an die Gemeinde in Korinth den Satz:
„Seid wachsam, steht fest im Glauben, seid mutig, seid stark!“
Wachsam zu sein ist eigentlich die Grundvoraussetzung, um die
weiteren von Paulus genannten Forderungen zu erfüllen. Der wachsame Mensch
wird sich die Fragen über sich selbst und letztendlich auch über Gott
stellen. Er wird nach Antworten suchen und sie im Glauben finden. Diesen
Glauben festzuhalten, in ihm fest zustehen, ist in Zeiten des menschlichen
Auf und Ab eine nicht gerade leichte Aufgabe. Aber aus dem Feststehen im
Glauben lassen sich die beiden anderen Forderungen des Mutig- und
Starkseins erst wirklich in die Tat umsetzen. Aus dem Glauben heraus wird
es möglich, sich und sein Leben aus einem neuen Blickwinkel und in einem
neuen Licht zu sehen. Der Glaube bewirkt, dass das anfangs erwähnte
negative Denken mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Aus der Depression
entstehen Mut und Stärke, um das eigene Leben aktiv in die Hand nehmen zu
können.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es auch im 13. Kapitel
des Evangeliums nach Markus heißt: „Seid wachsam!“. Seid bereit für die
Stunde der Ankunft des Herrn, denn sie kommt unvermutet. Unser Herr Jesus
Christus kommt wieder und wird sein Königreich aufrichten. Wir erwarten
Ihn, rechnen fest mit Seinem Kommen.
Seid stark und mutig - diese
positive Ermutigung können wir auch im Alten Testament finden. Niemals
aufzugeben, sich ganz in die Hände des Herrn zu begeben und ihm zu
vertrauen; ruhig und zuversichtlich in allen Lebenslagen zu bleiben, ist
beispielsweise der Inhalt von Davids 27. Psalm.
Weiter ruft Paulus
die Korinther dazu auf, alles in Liebe zu tun. Dies bedeutet, dass wir
sorgsam und liebevoll miteinander umgehen sollen! Sorgsam besonders bei
der Ausführung von Gottes Willen, sorgsam mit seinen Geboten – und das
Wichtigste: Sieh den Nachbarn neben dir im Licht der Nächstenliebe.
Wachsamkeit und Treue sind nötig, wenn alles in Liebe geschehen soll. Das
Gebot der Nächstenliebe dehnt sich ohne Unterschied auf jeden Menschen
aus, selbst auf unsere Feinde, denn die Liebe überwindet Haß, Neid und
Verachtung. Diese tätige Liebe ist niemals verletzend, reizbar oder
nachtragend, sondern geduldig und freundlich. Es ist die Liebe Gottes, die
in den Christus-Nachfolgern wirkt.
Um dem Tun-in-Liebe in unserem
Alltag nachkommen zu können, benötigen wir als Voraussetzungen die
Wachsamkeit, die Stärke und den Mut. Dies galt nicht nur zur Zeit des
Paulus. Auch heute, wie auch schon zu anderen Zeiten, bedarf es der
tätigen Nächstenliebe oftmals einer gehörige Portion persönlicher Stärke
und dem dazugehörigen Mut und das Feststehen im Glauben an Christus, der
dies alles in uns bewirkt.
Gedanken vom
Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
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