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Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
(Monatslosung für Juli 2006 aus Johannes 6,37)
Seid ihr schon einmal abgewiesen worden – wie fühlt sich das an?
Du kommst zu mir – warum, das ist mir nicht ganz klar?
Du willst meine Hilfe – ich schaue auf dich herab!
Du willst meine Liebe – die Zuwendung kannst du vergessen!
Ich sehe dich – nehm´ dich nicht wirklich wahr!
Ich höre dich und schalte ab!
Ich spüre deine Nähe und will´s nicht wissen!
Gibt es unterschiedliche Stufen der Abweisung – welche ist die schlimmste?
Ist es ärger von der eigenen Familie abgewiesen zu werden oder von Freunden? Lässt sich das ganz klar trennen?
Familie hat man, Freunde kann man sich aussuchen! Ist das viel schöner?
In der apokryphischen Schrift Jesus Sirach 6,7-10 steht: Willst du einen Freund gewinnen, gewinne ihn durch Erprobung,
schenk ihm nicht zu schnell dein Vertrauen! Mancher ist Freund je nach der Zeit, am Tag der Not hält er nicht stand.
Mancher Freund wird zum Feind, unter Schmähungen deckt er den Streit mit dir auf. Mancher ist Freund als Gast am Tisch,
am Tag des Unheils ist er nicht mehr zu finden.
Freunde oder Familie – es kommt doch eher auf die Charaktereigenschaften einzelner „Bezugspersonen“ an. Wenn ihnen ihre
Sorgen größer erscheinen als meine, sie sich eher von mir beschwert oder belastet fühlen, sie keine Zeit für mich haben
und meine Not ihnen schnuppe ist, kann ich die Beziehung vergessen!
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
Abgewiesen zu werden heißt in letzter Konsequenz auch nicht geliebt zu werden!
Wenn wir die Nöte unserer Mitmenschen erkennen, sie bei uns Gehör finden, fühlen sie sich wieder ein Stück geborgen
und geliebt.
Im Johannesevangelium 17,7 sagt Jesus: Denn jetzt haben sie erkannt, das alles, was du mir gegeben hast, von dir ist,
denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt.
Gottes Worte sind Worte der Liebe, bei Ihm dürfen wir uns geborgen fühlen; Gott hat kein Herz aus Stein (s. a. Psalm 91)!
Jesus Christus wird denjenigen nicht abweisen, der aufrichtigen Herzens zu Ihm kommt!
Vielleicht haben wir uns schon einmal gefragt: „Zu Gott kann ich jeder Zeit kommen, aber warum spüre ich seine Gegenwart
manchmal sehr klar und deutlich und an anderen Tagen eher schemenhaft, lau oder als nicht präsent?
Ich weiß, dass ich Gott suchen und finden kann, aber manchmal fehlt mir die unmittelbare Reaktion, die Stärke, auf die
ich mich gerne verlassen würde.“
Vielleicht liegt das wirklich an unserem Verhalten?
Vermissen wir Gottes Gegenwart ganz stark, wenn wir glücklich sind?
Vielleicht wollen wir ja auch, dass Gott manchmal wegschaut?
So war das schon bei Adam (1.Mose 3,9-10). Gott rief: “Adam, wo bist du?“ Er antwortete: „Ich hörte dich im Garten
und hatte Angst, weil ich nackt bin.“
Mit anderen Worten: Schau nicht hin Gott, ich will mir diesen Fehler nicht eingestehen.
Bei der letzten Klassenarbeit habe ich geschummelt, vom Spickzettel abgeschrieben – schau weg Gott!
Meine letzte Rechnung habe ich ohne Mehrwertsteuer unter der Hand beglichen - schau weg Gott!
In der Gemeinde habe ich über andere getratscht, sie ins falsche Licht gerückt – schau weg Gott!
Wollen wir in letzter Konsequenz, dass er wegschaut?
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben und sie werden
niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen (Johannes 10,27-28).
Wollen wir das auf´s Spiel setzen?
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana,
Lydia-Gemeinde |
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