Jesus spricht: Ich bin das Brot des Lebens.

(Monatslosung für Juli 2002 aus Johannes 6,48)

In unserer Überflussgesellschaft können wir frei wählen, welche Nahrungsmittel wir verzehren möchten: Rindersteaks, Schweinelendchen, Kalbsmedaillons, Krabben, Kaviar, Lachs und Schinken, ....... Man gönnt sich ja sonst nichts!? Erst seit die Medizin für gesündere Kost, wie z.B. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, eingetreten ist, wollen wir durch vegetarische Nahrung, Müsli und gesundes Mehrkornbrot, unsere Lebensgewohnheiten einer gesunden Verdauung anpassen, um noch im hohen Alter agil und schaffensfroh zu sein. Denn Ballaststoffe und die gesunde Zufuhr an Kalorien, die unser irdisches Leben und unsere Gesundheit im Gleichgewicht halten, sind hoch im Kurs – eine Lebenserwartung wie die des Methusalems... Wer erträumt sie sich nicht?

Vor über 2000 Jahren war Brot ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel, das zu jeder Mahlzeit gereicht wurde. Ein Produkt menschlicher, harter Arbeit; hervorgegangen aus dem Säen, der Qualität des Bodens, der Sonne und der Bewässerung, der Ernte des Korns, des Mahlens und Backens; eine Nahrung, die den Hunger stillte.

Brot gehörte im Alten Testament zu den Wundergaben des Himmels. Das Brot – das Manna, - das Gott den Israeliten in der Wüste gab, verhieß kein ewiges Leben, sondern stellte lediglich die Nahrung für den Körper sicher. Den Israeliten wurde Brot zuteil, das nicht von Menschen gebacken war. Doch von diesem materiellen Brot konnten sich die Menschen allein zwar körperlich ernähren, es gab ihnen jedoch keine geistliche Nahrung! Erst durch Jesus gab uns Gott das wirklich Leben spendende Brot des Himmels.

Im Mittelalter gab es Hungerkünstler, die auf dem Jahrmarkt in einem Käfig saßen und einen Monat ohne Nahrung überlebten. Perlentaucher können zwei bis drei Minuten unter Wasser überleben. Ohne Flüssigkeit ist der Mensch am 3. Tag am Ende.

Und ohne Jesus? Gibt es kein Leben - kein Leben aus Gott!

Er kennt unsere Bedürfnisse, denn er war ein Mensch wie wir. Deshalb sagte Jesus, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von jedem Wort, das hervorgeht aus dem Munde Gottes (Mt 4,4f). Somit also aus seinem Mund als Sohn Gottes.

Jesus sprach oft in Gleichnissen, die in seiner Zeit und auch heute unverständlich anmuten: Die Speise – das Brot -, von dem Jesus sprach, bezieht sich nicht auf eine Ware, die wir konsumieren können; sondern sie bezieht sich auf Ihn, auf Jesus selbst. Das Brot des Lebens ist Brot, das Leben gibt. Jesus ist die geistliche Speise, die wir alle brauchen. Jesus kam vom Himmel von Gott und bringt das Leben. Essen und Trinken erhält unser physisches Leben, Jesus erhält das geistliche Leben all der Menschen, die ihn annehmen und ihm nachfolgen.

Diejenigen, die ein festes, unerschütterliches Vertrauen zu Gott haben, besitzen das ewige Leben – schon jetzt – und für immer!!!

Das, was Jesus uns über Gott, seinen und unseren Vater berichtete, ist unser Grundnahrungsmittel. Er stillt unseren Hunger nach Leben; auch den Hunger nach Sinn, Geborgenheit und Glücklichsein, Gelingen, Zuneigung und Vertrauen im täglichen Leben. Es stellt die Basis nicht nur für unser Verhältnis zu Gott sondern auch zu uns untereinander dar.

Doch dafür müssen auch wir täglich an uns arbeiten, unseren Glauben immerzu erneuern, damit wir nicht irregeleitet werden, so dass auch für uns die Macht des Todes gebrochen bleibt.


Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde


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