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In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein; denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.
(Monatslosung für Januar 2005 aus Psalm 4,9)
Der vierte Psalm ist ein Gebet Davids an Gott.
David befindet sich in höchster Not und sendet einen Hilfeschrei aus. Er erinnert Gott daran, dass Er es war, der ihm immer wieder geholfen, ihn verteidigt und den rettenden Ausweg aufgezeigt hat. An diesen treuen und verlässlichen Gott richtet er nun sein Gebet.
Als ob seine Gegner sich vor ihm versammelt hätten, klagt er die Mächtigen im Land an. Wie lange werden sie seine Ehre wohl noch beschmutzen und weitere Lügen verbreiten; seine königliche Würde, die er von Gott empfangen hat, mit Füßen treten? Er weist darauf hin, dass Gott ihm eine besondere Stellung zugewiesen hat und durch seine Treue unter Gottes besonderem Schutz steht. Auch für seine Widersacher gibt es nur einen Weg – den Frieden mit Gott, damit ihre Belange gestillt werden. David ermutigt sie dazu!
Schließlich ist David wirklich von Herzen froh. Selbst im Schlaf verlässt ihn der Herr nicht. Allein Gott ist sein Beschützer, auch wenn ihn alle Menschen verlassen, mit Gott an seiner Seite ist er niemals allein, er kann in Sicherheit ruhen.
Daran dürfen auch wir fest glauben! Der Herr lässt uns niemals im Stich! Gott ist nicht halbherzig. Er hilft uns so lange weiter, bis unsere Not aufhört. Doch ohne unser Dazutun, ohne unsere Bereitschaft zur Mithilfe kann Gott nicht recht zum Zuge kommen. Erst wenn wir selbst mit uns und Ihm ins Reine kommen, müssen wir aus Furcht nicht aufbleiben und Wache halten, noch bei jedem kleinsten Geräusch aus unserem Schlaf aufschrecken. Wenn wir selbst bereit sind an uns zu arbeiten, d.h., Ihn an uns und in uns arbeiten zu lassen, können wir tief und fest in Gott – in Seinem Frieden ruhen, an jedem Tag unseres Lebens.
In einem alten Mythos heißt es: „Wenn der Mensch schläft, steigt seine Seele auf zu Gott und verbleibt dort bis zum Erwachen in Seiner Sicherheit.“ Heute belächeln wir diese nächtliche Seelenwanderung; doch haben wir die Gewissheit, dass unsere Seele, unser ganzes Sein in Gottes Hand liegt und er uns niemals untergehen lässt.
Was für ein außergewöhnlicher Mensch und großer Monarch muss König David wohl gewesen sein?
Obwohl er sich in höchster Bedrängnis und Not befindet – denn seine Feinde wollen ihn vernichten – kann er doch in seiner Großmütigkeit verzeihen und vergeben. Und das ist noch nicht alles: In seinem stillen Gebet fordert er auch seine Widersacher auf, ähnlich wie er selbst zu handeln. Er ermutigt sie zu einer Umkehr, einer neuen Besinnung zu Gott.
Wie würden wir wohl handeln?
Können wir die kleinen Feindseligkeiten und verletzenden Worte unseres Nächsten einfach hinnehmen, sie ignorieren oder steigern wir uns selbst in Hass und Wut hinein?
Sich selbst hochzuschaukeln, fällt nicht wirklich schwer und auf der „Palme zu sitzen“ und auszuteilen, das kann durchaus befriedigen. – Doch dann können Worte ätzender sein, als jede Säure. Worte, die vernichten und die Umgebung vergiften. Worte, die man nie wieder zurücknehmen kann und die auch nicht vergessen werden. Worte, die Ehen spalten und Freundschaften zerbrechen lassen. – Müssen wir es wirklich so weit kommen lassen – wissen wir es nicht besser?
Lasst uns in Zeiten der Anfechtung doch ganz intensiv daran denken: Gottes Geist will in uns wohnen und uns mehr und mehr in Sein Bild verändern!
„Und dieser heilige Geist bringt in unserem Leben nur Gutes hervor; Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue, Besonnenheit und Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22)
Dabei ist es der Wille des Heiligen Geistes, dass wir selbst zu Segnenden werden:
„Unser Herr, von dem aller Friede kommt, schenke euch seinen Frieden immer und überall. Er sei mit euch allen.“ (2. Thessalonicher 3,16)
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana,
Lydia-Gemeinde |
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