(Monatslosung für Januar 2003 aus 1. Mose 9,13)
Jeder von uns kennt diese wunderschöne optische Erscheinung, die immer dann auftritt, wenn bei Regen die Sonne scheint. Der Regenbogen entsteht durch Brechung und Spiegelung der Sonnenstrahlen in den einzelnen Regentropfen. Das Sonnenlicht wird in seine Spektralfarben (Violett, Indigo, Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot) zerlegt und dieser bunte, kreisförmige Bogen erscheint in seiner ganzen Farbenpracht. Physiker haben den Halbmesser des Bogens bestimmt, reden von Haupt- und Nebenregenbögen und haben die maximale Regentropfengröße errechnet, bei der ein fast weißer Regenbogen – der Nebelregenbogen - erscheint. Sie wissen, dass der Mond sehr seltene, lichtschwache und fast weiße Regenbögen verursachen kann.Doch wie wichtig sind diese Erkenntnisse für unser Leben? Eine tägliche Hilfe beinhalten sie nicht! Im Alten Testament erhält der Regenbogen jedoch eine ganz besondere Funktion. Was erfahren wir dort über seine Bedeutung und wie kam es zu diesem Bund, den Gott mit Noah schloss? Über die Kapitel 6-9 des 1. Buches Mose lässt sich folgendes zusammenfassen: Wenn der Mensch Gottes Gebot bricht, selbständig und von Gott unabhängig handelt, ist ein Punkt erreicht, an dem Gott Gericht hält. - Aber Gott trägt auch „die Seinen“ durch, er bewahrt sie vor dem Untergang. Noah hatte in seiner Arche nicht die Möglichkeit den Kurs zu bestimmen, noch konnte er auf die Geschwindigkeit und den Bestimmungsort Einfluss nehmen. Gott wachte über Noah und enttäuschte ihn nicht. Er brachte ihn nach über einem Jahr wieder sicher an Land. So war ein Neubeginn möglich: Nachdem er einen Altar errichtet und geopfert hatte, schließt Gott mit ihm und gleichbedeutend mit uns Menschen und allen Lebewesen einen Bund: Nie wieder soll eine Wasserflut das Leben auf der Erde vernichten. Für dieses Versprechen setzt Gott den Regenbogen als Zeichen ein. Jedes Mal, wenn er erscheint, will sich Gott selbst an diesen Bund erinnern; eine Zusage, an die er keine Bedingungen knüpft. Es wäre schön, wenn wir uns heute beim Anblick des Regenbogens über dieses Friedenszeichen freuen würden und uns bewusst machen, das der Regenbogen ein Zeichen von Gottes Treue und Gnade ist und unser Leben für Ihn heilig ist. Wir sollten aber auch eine Verpflichtung in dem Bogen sehen, seine Gesetze zu halten und für Stabilität und Ordnung in unserem Leben zu sorgen. Beim Anblick eines Regenbogens sollten wir aber auch einen gedanklichen Bogen schlagen und an den Neuen Bund denken, den wir Jesus verdanken. Im Brief des Paulus an die Hebräer 10,16-18 heißt es über den Heiligen Geist: „Ich schreibe mein Gesetz in ihre Herzen, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ihren Ungehorsam will ich ihnen vergeben und nicht mehr an ihre Sünden denken“. Jesu Versöhnung, die dem Neuen Bund zwischen Gott und den Menschen zu Grunde liegt, gilt und reicht bis in alle Ewigkeit; somit muss eine vollständige Versöhnung mit Gott nicht mehr erworben werden. Wir müssen sie nur im Glauben annehmen. Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde |
