Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

(Monatslosung für Februar 2005 aus Lukas 10,20)

Welch eine positive Aussage! Dein Namedu bist gemeint – er ist im Himmel vermerkt! Ein Satz, der uns sehr glücklich und froh machen sollte, nähmen wir ihn einfach so hin, wie er geschrieben steht.

Doch dann beginnen wir zu überlegen, zu grübeln und vielleicht auch zu zweifeln: Im Himmel geschrieben? Wie geht das? Es muss wohl ein Schriftstück geben, ein Pergament, eine Rolle, eine (Gerichts)akte oder vielleicht ein Buch? Was passiert, wenn ich nicht darin stehe? Seit wann bin ich darin enthalten? Ist nur mein Name verzeichnet oder auch mein Lebensweg? Was lehrt die Bibel über dieses Verzeichnis im Himmel?

Zunächst existiert die Vorstellung eines Buches in der Hand Gottes, das die Namen der Menschen enthält, die Gott gehören. Das lesen wir zum ersten Mal im 2. Buch Mose 32,32. Das Volk hatte sich ein goldenes Kalb erschaffen und dadurch eine schwere Sünde begangen. Gott wurde zornig und unversöhnlich, so dass auch Mose nichts mehr als Bittsteller ausrichten konnte. Gott sah die Verantwortung jedes Einzelnen und handelte nach seinem Ermessen. Er tilgte die Sünder aus seinem Buch. Im 69. Psalm, Vers 29 bittet David Gott, seine Feinde aus dem Buch des Lebens zu streichen. Sie sollten ihr Heil und ihr Leben verlieren, da sie sowieso nicht nach Gottes Willen lebten.

Im Neuen Testament erfahren wir, dass die Mitarbeiter von Paulus im Buch des Lebens stehen, einige sind sogar mit ihrem Namen erwähnt (Philipper 4,3). Dass die Gläubigen ein Bürgerrecht im Himmel haben, lesen wir in Hebräer 12,23, allerdings auch, dass Gott alle Menschen richten wird. Alle, ohne Ausnahme, werden entsprechend ihrer Taten, wie sie im Buch des Lebens aufgezeichnet wurden, gerichtet (Offenbarung 20,12-13;15), über alle wird das Urteil gesprochen werden; aber jene, die nie im Buch des Lebens standen, werden den endgültigen Tod erlangen, der für immer von Gott trennt.

Die durch Jesus gerecht gesprochenen, werden für immer bei Gott sein. Wer nicht lügt, wer nicht betrügt, wer das Böse besiegt, wird nicht ausgetilgt (Offenbarung 3,5) und geht in die Herrlichkeit Gottes ein (Offenbarung 21,27).

Die Offenbarung (17,8 und 13,8) spricht von Namen, die seit Beginn der Welt im Buch des Lebens bzw. im Buch des Lammes stehen. Diese künftige Erfüllung von Gottes Wort, können wir bereits als Ankündigung in Psalm 139,13-16 nachlesen: Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!

Werden wir dadurch zu Marionetten ohne einen eigenen Entscheidungswillen? Ist unser Schicksal durch diese Verse besiegelt?

Ganz sicher nicht! Wir müssen uns nur immer wieder klar machen, dass unser Gott ein allwissender Gott ist, ein Gott der Ewigkeit. Ein Gott von Anfang bis zum Ende. Wir befinden uns auf dieser Zeitskala irgendwo dazwischen. Wenn wir unser gesamtes Leben mit einem Film vergleichen würden, könnten wir behaupten, Gott hat ihn schon gesehen. Er weiß bereits, was mit uns in Zukunft geschehen wird, ob wir in Ewigkeit Ihm gehören werden – in Seinem Buch vorhanden sind. Allein die Entscheidung liegt bei uns! Ein wichtiger Hinweis, eine Anleitung zur Gestaltung unseres Lebens findet sich beispielsweise im Epheserbrief 1,4-14: Es ist Gottes Heilsplan für Zeit und Ewigkeit.

Eigentlich lässt sich die gesamte Bibel als ein Buch des Lebens und der Rettung betrachten. In ihr sollen wir nicht nur lesen, durch unseren Glauben und unser Handeln können wir selbst ein Teil der Verheißung werden. Wir können dazu beitragen, dass dies auch für andere Menschen erkennbar wird. Darum: Geht liebevoll und barmherzig miteinander um! (Sacharja 7,9)

Nach diesem Exkurs gilt es festzuhalten: Wer an Jesus glaubt und Ihm mit seinem Leben vertraut, dessen Name ist im Himmel verewigt – und darüber dürfen und sollen wir uns freuen! Ohne Wenn und Aber. Gottes Wort gilt! Es gibt kein wichtigeres Verzeichnis, in dem unser Name stehen sollte.



Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde


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