(Monatslosung für Februar 2002 aus Johannes 12,46)
Ein Leben ohne Licht ist unvorstellbar und rein biologisch gesehen nicht möglich!Trotzdem gibt es Situationen in unserem Leben, die wir nicht meistern können, bei denen uns der Durchblick fehlt, wir mit Blindheit geschlagen sind und wir zunächst völlig im Dunkeln tappen. Ja manchmal scheint es sogar vorteilhaft zu sein, sich mit Finsternis zu umgeben, weil es leicht scheint Dinge unter den Teppich zu kehren oder einfach verschwinden zu lassen, weil man hofft, nicht gesehen zu werden, noch einmal unbemerkt davon zu kommen. Finsternis, mit der man sich umgibt und die einen dazu verführt, sich mit der eigenen Person nicht zeigen zu müssen. Doch das kann nicht das Ziel unseres Lebens und Glaubens sein. Unsere Wege und Ziele – mögen sie auch weit in der Ferne liegen, können wir nur im hellen Licht wahrnehmen und beurteilen. Wir selbst können uns nur erkennen, uns nur dann den Spiegel vorhalten, wenn wir sehen können, wer wir sind und wie wir handeln. Dazu brauchen wir Licht wie die Pflanzen zum Leben. Jesus hat uns dieses Leben im Licht vorgelebt. Wenn wir uns an ihm orientieren, können wir in vollem Vertrauen unser Leben in seine Hände legen. Wir werden verstehen, was er uns über seinen Vater sagen will. Wir sind dann in der Lage, unser Leben nach ihm auszurichten und ihm ähnlich zu werden. Ein Leben im Licht, das zwar auch die üblichen Schwierigkeiten in sich birgt, aber das uns miteinander verbindet und uns verpflichtet, seine Liebe heller strahlen zu lassen in unserem Leben und in der Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen. Diese Worte Jesu richten sich an jeden einzelnen von uns. Es ist eine persönliche Ansprache. Jedem, der an ihn glaubt, wird versprochen, dass er nicht in der Finsternis bleibt. Dies gilt sowohl für unser irdisches Leben als auch für die Zeit danach. Ist dies nicht ein tolles, ja ein wirklich ermutigendes Versprechen? Was sollte ich noch mehr begehren? Sicherlich ist es für viele Menschen in unserer heutigen Zeit schwer, Versprechungen zu glauben. Viel zu oft wurde man durch unredliche Versprechungen enttäuscht. Ob im öffentlichen oder im persönlichen, privaten Bereich. Hier jedoch steht nicht Menschen- sondern Gotteswort. Ihm können wir vertrauen. Wenn nicht ihm, wem denn sonst noch? Wollen wir diesen Monatsspruch doch zum Anlaß nehmen, in uns zu gehen, uns in seinem Licht zu sehen, also uns selbst nach seinen Maßstäben zu messen. Wollen wir versuchen, offen mit uns umzugehen und uns selber kritisch jedoch nicht selbstzerstörerisch zu sehen. Wenn wir diesen Weg gehen, werden wir nicht in irgendeinem Licht, sondern im Lichte Gottes, dessen, der jeden Einzelnen von uns erschaffen hat, leben und uns kennenlernen. Warte nicht ab! Vielmehr fange heute an, nach dem Licht zu suchen! Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde |
