Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.

(Monatslosung für Dezember 2003 aus Jesaja 43,19)

Die Monatslosung für Monat Dezember ist dem Buch des Propheten Jesaja entnommen, aus dem eine Vielzahl von Prophezeiungen über das Kommen des Erlösers Jesus Christus zu entnehmen ist.

In den drei vorangehenden Versen (Vers 16–18), werden wir an die Errettung der Israeliten aus Ägypten erinnert. Unser gütiger Gott zeigte seinem Volk den Weg aus der Gefangenschaft in die Freiheit. Er teilte das Meer und wies ihnen den Weg durch die Wüste. Er war bei ihnen auf ihrem langen Weg ins Gelobte Land, Kanaan. Diesen Wundern sollte weder sein Volk noch wir wehmütig nachtrauern. Wir leben heute, erleben unser persönliches Schicksal und sollen wie sein Volk nach vorne schauen. Dazu müssen wir lernen wahrzunehmen, was Gott uns zu sagen hat, es Wert schätzen und in unserem Leben einordnen.

In Jesajas Worten hat die Zukunft bereits begonnen! Gott will ein Neues schaffen; nicht irgend etwas Neues, sondern ganz konkret ein Neues! Eine noch gewaltigere Errettung, als sie die Israeliten bereits erfahren hatten – einen neuen Weg! Einen Weg, der 800 Jahre vor Christi Geburt noch unvorstellbar war. Ein Kind, das geboren wird, heranwächst (es braucht seine Zeit), um für unseren Lebensweg ein Vorbild zu sein; das uns aus unserer geistlichen Wüste heraus führen will, damit wir einen neuen Weg, den Weg zu Gott finden können.

„Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.“ (2. Korinther 5 Vers 17)

Wenn wir uns auf Gott einlassen, ihm unser Vertrauen schenken, seinen Willen für uns annehmen und danach handeln, wenn wir in Seiner Liebe bleiben, wird er auch jeden Tag etwas Neues für uns bereithalten, denn unser Gott ist ein Gott, der niemals ermüdet.

Doch erkennen wir alle die für uns vorgesehenen Wege? Gott stellte dies in Zweifel. „Erkennt ihr´s denn nicht?“ fragt er durch den Propheten. Und er hatte recht. Jesus wurde von der Mehrzahl der Menschen seiner Zeit nicht als Heilsbringer und Erlöser erkannt. So haben auch wir sicherlich unsere eigenen Vorstellungen, über unsere Wege, die wir beschreiten möchten und haben die Wahl auf dem „rechten Weg“ zu bleiben. Spätestens wenn wir feststellen, das dieser leider nicht der leichteste ist, sondern für uns besonders steinig und unbequem sein wird, laufen wir Gefahr, uns einen neuen leichteren Weg zu suchen und uns damit von Gott zu entfernen.

Doch der Weg, die Wahrheit und das Leben ist in Jesus begründet! (s. Johannes 14 Vers 6)

Voll Vertrauen sollten wir uns in Erinnerung rufen:
Gottes Möglichkeiten für uns Menschen erschöpfen sich nie, erreichen niemals Grenzen – Gott kann immer wieder „Neues schaffen“!

Gerade die Adventszeit gibt uns jedes Jahr die Möglichkeit auch in der Stille besonders intensiv zu danken:

Herr, wir danken dir, das wir jeden Tag aufs Neue an Deinem Wunder teilhaben dürfen, dass wir uns über die Geburt Deines Sohnes freuen können In Deiner großen Güte hast du Deinen Sohn als ein Zeichen deiner Versöhnung mit uns Menschen zu uns gesandt. Wir wollen nicht nachlassen, Dir zu danken, für die Führung im ausklingenden Jahr, für Deine Bewahrung und die Auswege in schier ausweglosen Situationen. Wir danken Dir für Deine Treue, in der Du nicht nachläßt und uns nicht aufgibst, dass Du an uns Menschen glaubst und uns auf Deinen neuen Weg führst.


Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde


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