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Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht!
Seht, da ist euer Gott!
(Monatslosung aus Dezember 2002 aus Jesaja 35,4)
Jesaja stammte aus einer vornehmen Familie in Juda und genoss eine gute Ausbildung. Im Todes Jahr des Königs Usia,
also 740/739 v. Chr. wurde er zum Propheten berufen. Jesaja, der zu den sogenannten großen Propheten gezählt wird,
verheißt in einer Vielzahl von Stellen des nach ihm benannten Buches das Kommen des Erlösers, Jesus Christus. Er
wird daher auch der „Evangelist des Alten Bundes“ genannt.
Mit seinen Worten richtet sich Jesaja an die Menschen seiner Zeit. Er ermutigt die Gläubigen nach Gottes Bundesordnungen
zu leben. Unter anderem sollen sie die Traurigen (die, die müde Hände haben) und die Erschrockenen (deren Knie wanken),
sowie die Ängstlichen (deren Herz verzagt ist) ermutigen, denn Gott wird sie erretten.
Jesaja fordert die Menschen auf, denen, deren Herzen verzagt sind, zu sagen, dass sie sich darauf verlassen können,
dass ihr Gott da ist. Der Gott, der sich dem Mose offenbarte und der sich selbst als „Ich-bin-da“ (2. Mos 3,14) bezeichnete.
Gott ist da, Gott ist existent. Auch im Alten Testament lesen wir die Botschaft, dass Gott bei seinem Volk war. Und auch
wenn das Volk Ihn vergessen hatte, so blieb Gott seinem Volk treu.
Eine der Monatslosung ähnliche Aussage finden wir zu Beginn des Neuen Testaments, nämlich im Evangelium nach Lukas.
Als die Hirten bei Bethlehem ihre Herden nachts auf der Weide bewachten, trat ein Engel zu ihnen und sprach: „Fürchtet
euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist euch in der Stadt
Davids der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr.“ (Einheitsübersetzung). Und die Hirten machten sich auf den Weg,
um Jesus mit seinen Eltern in dem Stall zu suchen.
Die Prophezeiung des Jesaja ist nach rund 740 Jahren für die Menschheit in wunderbarer Weise wahr geworden! Im Gegensatz
zu den Menschen zur Zeit des Jesaja konnten die Menschen nun mit Recht behaupten: „Hier ist euer Gott! Gott ist tatsächlich
als Mensch zu uns gekommen. Er ist mitten unter euch“.
Auch in diesem Jahr werden wir wieder Weihnachten feiern – die Geburt Jesu Christi, Gottes Sohn. Auch in diesem Jahr wird
der alljährliche Weihnachtsstress ausbrechen. Auch in diesem Jahr „stimmen“ uns die Geschäfte bereits schon seit Oktober
auf das Weihnachtsfest ein. Und auch in diesem Jahr nehmen wir uns wieder vor, dass Weihnachten ganz anders, viel ruhiger
und besinnlicher werden wird als im vergangenen Jahr. Und, wird es uns diesmal gelingen, das Weihnachtsfest nach unseren
persönlichen Vorstellungen zu begehen?
Mit dem als Toten- oder auch Ewigkeitssonntag bezeichneten letzten Sonntag im November endet das alte Kirchenjahr. Mit
dem ersten Advent, mit dem der kirchliche Festkalender wieder neu aufgeschlagen wird, beginnt eine Zeit, die wir
Adventszeit nennen. Das Wort Advent, das aus dem Lateinischen kommt und „Ankunft“ bedeutet, will uns darauf aufmerksam
machen, dass wir uns auf die Ankunft Jesu, die wir mit dem Weihnachtsfest feiern, bereit machen sollen. Wir sollen uns
darauf innerlich einstellen, dass Gott durch seinen Sohn zu uns Menschen gekommen ist. Auch heute kommt Jesus auf dich
und auf mich zwar nicht mehr als Kind in der Krippe sondern als real existierende Person zu.
Mit jedem Sonntag im Advent entzünden wir eine Kerze mehr, ein Licht in der Dunkelheit, das Menschen erleuchtet,
das zunimmt, das wächst. Laßt euch alle davon anstecken, gebt diese Freude weiter, denn seht, dort in der Krippe
liegt unser Gott.
Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!“
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
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