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Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn.
(Monatslosung für August 2003 aus Psalm 113,3)
Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang...
Von Morgens bis Abends? Von Osten bis Westen?
Erinnern wir uns doch an die Milleniumsfeier vor dreieinhalb Jahren. Eine weltumspannende TV-Übertragung gab uns die Möglichkeit, life dabeizusein, wie einzelne Nationen, Länder, Menschen und Kulturen das neue Jahrtausend begrüßten. - Ein kleiner Inselstaat führte die Sommerzeit ein, um erster zu sein! Die Fernsehübertragungen liefen rund um die Uhr. Aber wie können wir Menschen den Namen des Herrn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang loben? Ist dies für die Menschheit möglich, sind wir persönlich dazu fähig?
Sicher ist, dass die Menschen dies auf unserer Erde tun. Irgendwo auf dieser Erde sind Menschen, die, egal ob es bei uns Tag oder Nacht ist, beten, Gebetsgemeinschaften haben, Gottesdienste feiern. Menschen, die sich zu Gott hingezogen fühlen, sich darüber bewusst sind, das Er der Herr ist und Ihn loben. Wir wissen, dass dieser globale Lobpreis existiert wie die telegene Milleniumsfeier. Bauen solche Gedanken nicht auf, bereiten Freude? Dieser Psalm enthält gleichfalls die Aufforderung:
Alle die Gott kennen werden ermutigt, zu jeder Zeit und an jedem Ort Gottes Namen zu loben.
Doch fällt uns das Loben wirklich so leicht?
Menschen neigen eher dazu, entweder zu kritisieren oder zu schmeicheln. Doch wie wichtig ein aufrichtiges Lob (Anerkennung und Dank) für jeden einzelnen ist, kann jeder nachvollziehen. Gelobt und anerkannt zu werden, gibt uns Auftrieb und Zuversicht. Ein ehrliches Lob ist für uns eine wohltuende Rückmeldung auf Dinge, die wir getan haben. Wir bekommen neuen Auftrieb und Freude in unserem Dasein. Ein ehrlich gemeintes Lob mit Worten oder Gesten kann somit die tätige Liebe an unseren Nächsten sein. – Wir beschenken und stützen uns gegenseitig.
Doch braucht Gott dieses Lob, diese Anerkennung?
Ja, Er will gelobt werden. Nicht in Form von Lobhudelei. Nein, Er möchte von uns gelobt werden, wenn wir erkannt haben, dass Er der Gott, der einzige Gott, der allmächtige Gott ist. Er will, dass Er im Mittelpunkt unseres Lebens steht. Und das ist auch gut so.
Wenn wir Gott loben, ist es ein Staunen über seine Schöpfung und Größe. Wir preisen Gott so, wie er in der Welt anwesend ist und wie wir Ihn persönlich erfahren.
Ein indischer Spruch lautet hierzu:
Gott schläft im Stein,
Er atmet in der Pflanze,
träumt im Tier und
erwacht im Menschen.
Wenn wir etwas geloben, stimmen wir einer Sache zu. Wir genehmigen sie nicht nur, wir befinden sie für gut. Wir gehen einen Vertrag, eine Verpflichtung ein. In unserem heutigen Sprachgebrauch verstehen wir unter Geloben, ein Versprechen. Dieses Versprechen Gott gegenüber können wir halten, wenn wir glaubhaft bezeugen, dass Gott wahrhaft in unserer Mitte ist, wir Ihm unsere persönliche Antwort auf seine Zuwendung geben, wenn für andere an unseren Taten Gott erkennbar wird - sie ihn ebenfalls ehren (Mt 5,16). Selbst in Zeiten der Anfechtung und Not können wir freudig anerkennen, was Gott bereits für uns getan hat und Ihn bitten, weiter für uns einzustehen.
Abschließend können wir uns die Frage stellen: Ist der Mensch zum Lob Gottes geschaffen? Wer mag, lese den 150. Psalm.
Gedanken vom Hausbibelkreis
Wrana, Lydia-Gemeinde |
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