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Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn.
(Monatslosung für April 2007 aus Römer 14,8)
Obwohl dieser Satz für sich allein schon sehr viel Aussagekraft hat, so ist doch interessant,
in welchem Zusammenhang er steht:
Schließlich: Niemand von uns lebt für sich allein, und niemand stirbt für sich selbst. Leben wir, dann leben
wir für den Herrn, und sterben wir, dann sterben wir für den Herrn. Ganz gleich also, ob wir leben oder
sterben: Wir gehören dem Herrn. Denn dafür ist Christus gestorben und zu neuem Leben auferstanden, dass
er im Leben wie im Sterben unser Herr ist. (Röm 14,7-9)
Was bedeutet das im Einzelnen für jeden von uns?
Christus ist auch deshalb für uns gestorben und auferstanden, damit er der Herr über die Lebenden und die Toten ist.
Weil Jesus unser Herr ist, sollen sich Christen untereinander weder richten noch sich gegenseitig verachten.
Wir alle unterstehen einem Richter, nämlich Gott.
Den Bezug finden wir im Alten Testament: Jesaja 45,23-24:
Ich habe bei meinem Namen geschworen, und ich nehme mein Wort nicht zurück: Vor mir werden alle Menschen
niederknien, und jeder wird überzeugt bekennen: „Nur beim Herrn gibt es Rettung und Hilfe!“
Auch die, die den Herrn einmal gehaßt haben, werden beschämt zu ihm kommen.
Es wird prophezeit, dass jeder eines Tages vor Gott stehen wird, dann wird Ihm jeder Mensch Rechenschaft
über sein Leben geben müssen.
Der Richterstuhl Gottes ist gleichbedeutend mit dem Richterstuhl Christi.
Denn einmal werden wir uns alle vor Jesus Christus als unserem Richter verantworten müssen. Dann wird jeder
das bekommen, was er für sein Tun auf dieser Erde verdient hat, mag es nun gut oder schlecht gewesen sein.
(2. Korinther 5,10)
Beide werden Gericht halten – der Vater durch den Sohn.
Bei diesem Gericht wird es „nur“ um die Lebensführung und um den Dienst jedes Gläubigen gehen, denn über das
Schicksal in der Ewigkeit wurde ja bereits durch unseren Glauben an Christus entschieden.
Römer 8,1: Wer nun zu Jesus Christus gehört, wird der Verurteilung durch Gott entgehen; er wird leben.
Nicht alle unsere Werke werden bestehen können, (1.Korinther 3,11-15:
Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament
legen.), doch was Bestand hat, wird belohnt werden! 1. Korinther 4,4-5: Zwar bin ich mir keiner Schuld bewußt,
aber damit bin ich noch nicht freigesprochen. Entscheidend ist allein Gottes Urteil! Deshalb urteilt nicht voreilig
über mich. Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, auch unsere geheimsten Gedanken. Dann wird Gott
jeden so loben, wie er es verdient hat.
Vielleicht wird sich jetzt der eine oder andere fragen, was habe ich in meinem Leben Großartiges für Gott getan?
Auch der scheinbar kleinste Beitrag ist wichtig!
Was kann ich persönlich für mein Umfeld oder für meine Gemeinde tun, wäre wohl die nächste Frage?
Da gibt es sicher so einiges.
Für jede Gemeinschaft sollte es deshalb auch ein gemeinsames Motto – ein Ziel geben. Unseres ist: Gott will...,
das hat uns eine Predigtreihe bereits erklärt. – Gott will so viel mehr: Er will auch, dass gerade in kleinen
Dingen Menschen eng zusammenstehen; ihre gegenseitigen Animositäten vergeben und gemeinsam nach vorne schauen.
Niemand lebt für sich allein. Menschen bedingen und brauchen sich gegenseitig, das betrifft alle Menschen überall
auf dieser Welt. Mit Gottes Hilfe ist das auch möglich!
Und spätestens am Ende der Welt wird das von Paulus prophezeite geschehen: Vor Jesus werden sich einmal alle beugen:
alle Mächte im Himmel, alle Menschen auf der Erde und alle im Totenreich. (Philipper 2,10-11) <
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
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