|
Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondert ändert euch durch
die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille
ist.
(Monatslosung für April 2003 aus Römer
12,2)
Auf unserer Welt gibt es viele Schattenseiten. – Im
Brief des Paulus an die Galater (Kapitel 1 Vers 4) wird sie als eine vom
Bösen beherrschte, vergängliche Welt beschrieben. – Eine Welt, in die wir
zwar hinein geboren worden sind, deren Leidenschaften, Begierden, Sorgen,
Hass, Neid, Wünsche und Machtverhalten wir jedoch nicht teilen sollen. Wir
sollen uns dieser Welt nicht ausliefern, denn sie würde uns
zerstören.
Der Mensch verfügt über verschiedene Sinne. Durch diese
kann er sich und seine Umwelt wahrnehmen. Wir können nicht nur sehen,
hören, tasten, riechen und schmecken; sondern die Wahrnehmung durch unsere
Sinne bestimmt auch das Leben eines jeden Einzelnen. Darüber hinaus
verfügen wir über unseren Verstand, mit dem wir als unser
„Kontrollzentrum“ unsere Wahrnehmungen bewerten können. Durch ihn können
wir nicht nur lernen, unsere Gedanken und Gefühle zu beherrschen und die
Handlungen anderer Menschen zu beurteilen und zu verstehen, vielmehr sind
wir in der Lage, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zu erzielen. Das ist
die Fähigkeit, Dinge zu erkennen, hinzunehmen, zu durchschauen und sogar
zu verändern. Gott hat uns für unser Leben optimal ausgestattet. Er gab
uns sogar die Kompetenz und Freiheit für unsere Entscheidungen, ein Leben
mit oder ohne Ihn zu führen.
Aber auch die Frage nach dem Sinn
unseres eigenen Lebens können wir mit unserem Verstand stellen und auch
beantworten. Wir müssen dabei abwägen, in welche Richtung wir uns
entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen und welches Ziel wir vor Augen
haben wollen. Sind es die Ziele, die Menschen um uns herum als sinnvoll
ansehen, oder gibt es sinnvollere Ziele? Als Mensch, der als Christ in
dieser Welt lebt, muss ich mich fragen und auch von anderen fragen
lassen: - Welchen Sinn hat mein Leben? - Muss und wenn ja, wie kann
ich mich ändern? - Wie kann ich vor Gott bestehen? - Wie kann ich
ihm recht werden und der Gemeinschaft gegenüber gerecht sein? - Wie
kann ich meine Gaben sinnvoll einsetzen? - Letztlich: Was ist Gottes
Wille für mich?
Dabei handelt es sich um persönliche
Erfahrungen und Entscheidungen, die bei jedem Einzelnen zunächst im
„Verborgenen“ wachsen.
Wenn wir uns Gott mit unserer Kraft,
Zeit, unseren Begabungen und Können zur Verfügung stellen, so ist dies
eine konkrete Hinwendung zu Ihm. Es ist eine Veränderung des Lebensstils,
die keine Elitebildung, noch den Mißbrauch der uns von Gott gegebenen
Gaben zulässt, sondern ihr Ziel im gegenseitigen Dienst sieht – eben eine
völlig neue Gesinnung. Und trotzdem oder gerade dadurch ist eine neue, der
Welt unbekannte Art von Selbstverwirklichung möglich.
Jesus gab
uns ein neues Gebot, ein Gebot der Liebe, bei dem wir gegenseitig darauf
achten können, wie wir einander unterstützen, helfen und füreinander
dasein können. Diese Unterstützung können wir schon bei alltäglichen,
kleinen Dingen einüben, wir müssen sie uns nur bewusst
machen.
Machen wir doch einfach den Versuch und lassen uns darauf
ein. Erneuern wir unseren Sinn, damit wir prüfen können, was Gott mit uns
vor hat.
Gedanken vom Hausbibelkreis Wrana, Lydia-Gemeinde
|
|